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Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?

Sechs kurze Fragen nach Art. 37 DSGVO und § 38 BDSG. Am Ende steht ein Ergebnis mit Begründung – und was jetzt zu tun ist.
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DSB-Pflicht-Check

Sechs Fragen, ein klares Ergebnis.

Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?

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Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert. Das Ergebnis ist eine erste Einschätzung, keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.

Hintergrund

Wann die Pflicht greift

Zwei Regelwerke entscheiden: die DSGVO für ganz Europa und das Bundesdatenschutzgesetz als deutsche Ergänzung. Es reicht, wenn eine Regel zutrifft.

20 Personen

In der Regel mindestens 20 Personen, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (§ 38 Abs. 1 Satz 1 BDSG). Gezählt werden Köpfe, nicht Stellen.

Kerngeschäft Überwachung

Umfangreiche, regelmäßige und systematische Überwachung von Personen als Kerntätigkeit (Art. 37 Abs. 1 lit. b DSGVO).

Kerngeschäft sensible Daten

Umfangreiche Verarbeitung von Gesundheitsdaten und anderen besonderen Kategorien als Kerntätigkeit (Art. 37 Abs. 1 lit. c DSGVO).

Unabhängig von der Größe

Verarbeitungen mit Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung sowie geschäftsmäßige Übermittlung oder Markt- und Meinungsforschung (§ 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG).
§ 38 BDSG soll fallen
Bund und Länder haben am 4. Dezember 2025 vereinbart, § 38 Abs. 1 BDSG insgesamt aufzuheben – die 20-Personen-Schwelle und die nationalen Sonderfälle; dann gälte nur noch Art. 37 DSGVO. Der Bund will bis Ende 2026 einen Entwurf einbringen. Bis eine Änderung in Kraft tritt, gilt § 38 BDSG unverändert. Die Pflichten aus Art. 37 DSGVO bleiben in jedem Fall – und die DSGVO selbst gilt ohnehin für jedes Unternehmen.

Fragen

Häufige Fragen

Zählen Teilzeitkräfte und Auszubildende mit?
Ja. Es zählen Köpfe, nicht Vollzeitstellen. Auch Auszubildende, Minijobber, freie Mitarbeitende und die Geschäftsführung zählen mit, wenn sie ständig mit personenbezogenen Daten am Computer arbeiten.
Darf der Datenschutzbeauftragte extern sein?
Ja. Art. 37 Abs. 6 DSGVO erlaubt ausdrücklich einen externen Dienstleister. Das vermeidet Interessenkonflikte und den Aufwand für Ausbildung und Fortbildung.
Wir haben keine Pflicht – müssen wir trotzdem etwas tun?
Ja. Die DSGVO gilt für jedes Unternehmen: Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutzerklärung, AV-Verträge, Betroffenenrechte, Meldung von Datenpannen. Ohne Datenschutzbeauftragten liegt das alles bei der Geschäftsführung.
Was passiert, wenn wir keinen benennen, obwohl wir müssen?
Das ist ein Verstoß, den die Aufsichtsbehörde mit Bußgeld ahnden kann (Art. 83 Abs. 4 DSGVO). Auffallen kann es bei jeder Beschwerde oder Datenpanne.
Nico Eberhardt – Porträt mit KI bearbeitet (Hintergrund und Haare)
Nico Eberhardtantwortet persönlichPorträt mit KI bearbeitet (Hintergrund und Haare)

Unterstützung

Pflicht? Dann richtig.

Als externer Datenschutzbeauftragter übernehme ich die Benennung, die Dokumentation und den laufenden Datenschutz – ganzheitlich, mit technischem Verständnis.